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Wie
der Photograph Michael Hein mit seinen faszinierenden Aufnahmen
beweist, liegt die erotische Austrahlungskraft nicht in der Präsentation
eines überdimensionierten Geschlechtsteiles, sondern im Spiel
eines entweder muskulösen männlichen Körpers, der Relikt aus
längst vergangenen Zeiten ist, als reine Körperkraft das
menschliche Überleben sicherte, oder in der Eleganz und Anmut
des Weiblichen, deren Verführungskraft die Evolution erst
möglich macht. Die Reduktion des Maskulinen auf eine fast
tierische Ebene, löst bei Frauen interessanterweise eine
ambivalente Reaktion aus. Gleichermaßen abgestoßen, wie
angezogen suchen sie im Mann den animalischen Bereich einer Persönlichkeit,
um diesen Teil seines Ichs gleichermaßen anzubeten, wie zu
zivilisieren, während umgekehrt dem zivilisierten, ja heiligen
Wesen "Frau" vom Manne gehuldigt wird, um es letztlich
"entehren" zu können. Dieses Paradoxon ist vielleicht
das grundlegende Geheimnis warum zwischen Mann und Frau ein
ewiger Konflikt tobt.
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