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der Genuß des Augenblicks, die völlige Hingabe der Liebenden,
die alles um sich herum vergessen haben, Zukunft und
Vergangenheit, vor allem die Gegenwart, die nur noch den anderen
denken können, aber alles neu zu verstehen glauben - kurz, die
fatalistische Weltanschauung, die der Liebe allerorten zu Grunde
zu liegen scheint, duftet aus den Arbeiten Oren Obstblums wie
eine Rosenrabatte an einem Julimorgen. Und nicht nur, daß es dem
Künstler dabei gelingt, aufs trefflichste Abzubilden, was er an
Lustvollem zu sehen und zu fühlen glaubt, ihm geraten seine
Aufnahmen auch zu feinen Meisterstudien des Erotischen. Als
hätte er dem umtriebigen Gott bei der Arbeit über die Schulter
geschaut und dieser daran so viel Freude gehabt, wie wir beim
Betrachten dieser feinsinnigen fotografischen Meisterwerke... |